Von Beginn an übten die körperlich starken und laufintensiven Oberliga-Handballer Druck aus. Die ersten Minuten gehörten klar dem Team von Trainer André Fink, das sich zahlreiche Chancen erspielte, jedoch immer wieder am glänzend aufgelegten Bomberos-Torwart Sultan Aslan scheiterte. Dieser steigerte sich im Laufe des Spiels zur absoluten Schlüsselfigur auf Seiten der Fußballer und wurde von vielen als bester Spieler der Partie bezeichnet.
Doch auch die Bomberos setzten Akzente: Die größte Chance der ersten Halbzeit hatte Kamal Murrad, dessen platzierter Schuss von TuS-Keeper Aaron Hallfeldt gerade noch an die Latte gelenkt wurde. Kurz darauf gingen die Handballer durch einen schnellen Konter verdient mit 1:0 in Führung.
Die Bomberos wirkten anschließend völlig von der Rolle. Ein Lattentreffer der Handballer hätte beinahe das 2:0 bedeutet – in dieser Phase stimmte bei den Fußballern kaum etwas. Erst zur Halbzeitpause gelang es Trainer Daniel Scheffel durch taktische Umstellungen, seinem Team neue Impulse zu geben.
Und tatsächlich: Die zweite Hälfte zeigte ein anderes Bild. Der Ausgleich fiel durch einen satten Schuss von der Strafraumkante – ein Hoffnungsschimmer für die Hobbykicker des TuS 08 Lintorf. Doch das Aufbäumen war nur von kurzer Dauer.
Die Handballer, konditionsstark und mit schnellem Umschaltspiel, setzten ihre Stärken konsequent ein. Besonders auffällig: Masato Ota, der wieselflinke japanische Außen, sorgte immer wieder für Überzahlsituationen und Unruhe in der Bomberos-Defensive. Sturm-Tank Til Klause zeigte seine Abschlussqualität und erzielte gleich drei Treffer, womit die Handballer auf 4:1 davonzogen.
Den Schlusspunkt setzten jedoch die Gastgeber: Ein sehenswerter Distanzschuss aus 20 Metern markierte das 2:4 – das schönste Tor des Abends.
Schiedsrichter Moritz Fach leitete die Partie souverän und konsequent – auch er verdient ein Lob.
Trainer Scheffel zeigte sich nach dem Spiel zwar enttäuscht, aber fair: „Nach dem Ausgleich waren wir besser im Spiel und hätten mit etwas Glück sogar in Führung gehen können. Vielleicht hätte das Spiel dann einen anderen Verlauf genommen. Aber unterm Strich war der Sieg der Handballer verdient.“
Auch Bomberos-Manager Michael Wiesenhöfer war zufrieden:

